FÖRDERUNG FÜR BADSANIERUNG

Auf die Förderung für Badsanierungen möchten wir hiermit nochmal spezifisch eingehen, da uns dieses Thema sehr am Herzen liegt.

Ein barrierefreies Bad ist mit höheren Kosten, im Vergleich zu einem herkömmlichen Badezimmer verbunden. Allerdings werden bei einem vorhandenen Pflegegrad alle barrierefreien Lösungen als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen angesehen, die somit durch Krankenkassen, Pflegekassen oder die Bundesländer gefördert werden.

Wenn sich die Pflegekasse an den Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI beteiligen soll, ist zum Beispiel mindesten der Pflegegrad I nötig. Die Förderung durch die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist dagegen pflegegrad-, sowie altersunabhängig.

Folgende Umbauten gelten als wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Badezimmer:

  • Installation einer bodengleichen Dusche
  • Höhe der Toilette anpassen
  • Absenkbaren Badschrank anbringen
  • Unterfahrbares Waschbecken montieren
  • Einstiegshilfe für die Badewanne anbringen
  • Komplettes Bad einbauen

Wie gehe ich vor, wenn ich eine Förderung beantragen möchte?

1. Finden Sie die passende Förderung

Institut

Art der Förderung

Voraussetzung

Maximale Förderung

Pflegekasse

Zuschuss für Maßnahme zur Verbesserung des

Wohnumfelds und für Pflegehilfsmittel

  • Mind. Pflegestufe I erforderlich
  • Abhängig vom Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen, zum Zeitpunkt der Antragstellung

4.000 € pro Maßnahme

Krankenkasse

Erstattung der Kosten für Hilfsmittel

Verordnung der Hilfsmittel durch einen Arzt

Einzelfallabhängig

KfW

zinsgünstiger Kredit (159)

Zweckgebundene Förderung

Kreditsumme mit bis zu 50.000€ möglich

KfW

Investitionszuschuss für altersgerechtes Bauen

(Barriere Reduzierung, 455-B) in Höhe von

10% der förderfähigen Kosten

förderfähige Investitionssumme: mind. 2.000€, max. 50.000€

5.000€ für Einzelmaßnahmen zur Barriere Reduzierung

KfW

Investitionszuschuss für altersgerechtes Bauen

(Standard "Altersgerechtes Haus", 455-B) in

Höhe von 12,5% der förderfähigen Kosten

förderfähige Investitionssumme:

mind. 2.000€, max. 50.000€

6.250€ bei Erreichung des "Standards altersgerechtes Haus"

Sozialhilfe-

träger

Ein notwendiger Umbau kann beim

Grundsicherungsamt, oder beim Jobcenter

beantragt werden

  • Pflegebedürftige Person muss auf Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II angewiesen sein
  • Zum schriftlichen Antrag muss ein Kostenvoranschlag über die Baumaßnahmen und ein Nachweis, dass bereits eine barrierefreie Wohnung gesucht wurde, beigefügt werden

Einzelfallabhängig

2. Zuschuss beantragen & Zusage erhalten

Wichtig: beantragen Sie den Zuschuss in jeden Fall vor Beginn Ihres Vorhabens.

3. Fachmann beauftragen

Beauftragen Sie uns! Voraussetzung für den Zuschuss ist nämlich die Durchführung der Maßnahmen durch ein Fachunternehmen.

4. Zuschuss erhalten

Zum Schluss legen Sie nur noch dem entsprechenden Institut unsere Rechnungen vor und schon wird Ihnen der Zuschuss ausbezahlt.

*Wichtiger Hinweis: Alle Angaben zu den Fördermitteln auf unserer Seite erfolgen ohne Gewähr.